Die wichtigste Funktion soll das Planetarium durch das Angebot an astronomischer Bildung erfüllen. Hierbei unterscheidet man Automatik- und Live-Vorführungen. Live-Präsentationen sind insofern beliebt, dass ein Experte ein Thema behandelt. Der Freiheitsgrad erlaubt beispielsweise den monatlichen Sternenhimmel zu erläutern und aktuelle Ereignisse zu kommentieren. Es kann sogar eine aktive Kommunikation mit dem Publikum entstehen, bei der Fragen auftreten und sofort beantwortet werden. Dies wird freilich selten angeboten. Der Vorbereitungsaufwand ist für den Referenten hoch, aber der Besucher wird mit einem einmaligen, unwiederholbaren Erlebnis entlohnt.
Die Automatik-Shows werden von einem Band oder von einer Datei abgespielt. Sie sind in der Regel von einem Mitarbeiterstab angefertigt worden. Die heutigen Shows stammen nur in Ausnahmefällen von Astronomen. "Standard"-Shows umfassen dabei die astronomischen Grundlagen für alle Altersstufen. Gelegentlich erscheinen sie als sogenanntes Haupt- oder Familien-Programm im Veranstaltungskalender. Eine Kinder-Show beinhaltet dagegen ein Märchen oder eine Science-Fiction-Geschichte, in der die Protagonisten durchs Weltall reisen und dabei die Objekte besuchen. Dabei baut sich eine Dramatik auf, die an eine Comic-Story erinnert. Diese Kindershows sind für den Wissensstand von 4- bis ca. 8-Jährigen angepaßt. Darüber hinaus findet man im Planetarium auch reine Musik-Spektakel, die meist in den Abendstunden ihre Aufführung finden. Hier wird klassische, elektronische oder moderne Musik mit optischen Effekten synchronisiert. Für sie ist das Genre "Space-Music" entstanden. |